FAQ

Viele Fragen … noch mehr Antworten!

Für das erste Licht im Steuerdschungel haben Sie hier die Möglichkeit ein paar Fragen und Antworten über meine Tätigkeitsschwerpunkte und wichtige, aktuelle Informationen zu lesen.
Natürlich kann ich nicht alles über Finanzbuchhaltung, Steuererklärung , Gründungsberatung beantworten oder alles Wichtige über den Jahresabschluss, die Unternehmensberatung und Mandatsübernahme auflisten …
 
… trotzdem hier ein paar Informationen dazu: Zu den folgenden häufig gestellten Themen/Fragen finden Sie nachfolgend Antworten:
 
Hinweis: Die Antworten zu den "Häufig gestellten Fragen" wurden mit großer Sorgfalt zusam- mengestellt.
Die Antworten werden sporadisch auf ihre Aktualität hin geprüft.
Fehler oder Irrtümer lassen sich nicht immer völlig ausschließen. Eine Gewähr für die Richtigkeit aller Angaben kann daher nicht übernommen werden.
 
Was ist digitales Belegbuchen?
Bin ich zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet?
Welche Folgen ergeben sich aus der privaten Nutzung
eines unternehmerischen Kfz?

Wie bekomme ich die Vorsteuerbeträge eines anderen EU-Staates vergütet?
Welche Angaben müssen auf einer Rechnung stehen?
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) bei Umsätzen mit
anderen EU-Mitgliedstaaten

Sollte ich bei einer Umsatzsteuer-Voranmeldung, die zu einer Erstattung führt, Belege beifügen?
Umsatzsteuer für Leistungen durch ausländische Unternehmer.
Was versteht man unter der Kleinunternehmerregelung?
Wie lange dauert es, bis ich mit meinem Steuerbescheid rechnen kann?
Was ist unter dem Begriff Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG) zu verstehen?
Welche Anzeigepflichten sind bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer
zu erfüllen?

 
Was ist digitales Belegbuchen?
Mittels eines leistungsfähige Scan-Modul werden ihre Originalrechnungen und Belege eingescannt und digitalisiert, auch schwierige Dokumente mit einer sehr hoher Qualität. Auch die Übermittlung der Belege per Fax ist möglich. Das Erkennungsprogramm liest die für das Akzeptieren und Bearbeiten der Rechnungen notwendigen Daten (z.B. Pflichtangaben) und bereitet die Buchungssätze vor. Dabei werden die Absenderangaben mit den Stammdaten der Fibu abgeglichen und daraus Kreditoren- oder Debitoren-Konto vorgeschlagen. Es brauchen dann nur noch die Sachkonten ausgewählt zu werden. Splitbuchungen sind selbstverständlich möglich. Das Programm meldet, wo sich Erkennungsfehler eingeschlichen haben könnten. Solche oder falsche Kontierungs-Vorschläge lassen sich einfach von Hand korrigieren. Sie ersparen sich das Vorsortieren, Bringen/Holen, Zurücksortieren der Belege. Die Originalrechnungen und Belege verbleiben bei Ihnen im Haus und stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung. Die gescannten oder gefaxten Belege können sofort verbucht werden und ermöglichen somit eine tagesaktuelle Finanzbuchhaltung.
Sie sparen dadurch Zeit und werden bei Ihrem Office-Management entlasten. Des weiteren kann auch die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und das Mahnwesens übernommen und die Einrichtung eines zentralen Belegarchivs im Rechenzentrum vorgenommen werden.
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Bin ich zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet?
Erbringt ein Unternehmer eine Lieferung oder sonstige Leistung an einen anderen Unternehmer oder eine juristische Person, so besteht nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 S. 2 UStG die Verpflichtung innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen.
Die Verpflichtung zur Ausstellung einer Rechnung gilt auch gegenüber Privatpersonen, wenn ein Unternehmer eine steuerpflichtige Werklieferung oder eine sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück erbringt. Nach § 14 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 UStG ist der Unternehmer in diesem Fall zur Ausstellung einer Rechnung innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung verpflichtet.
Führt der Unternehmer eine solche Werklieferung oder sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück aus, hat er nach § 14 Abs. 4 S. 1 Nr. 9 UStG den Leistungsempfänger auf seine Aufbewahrungspflicht der Rechnung, eines Zahlungsbelegs oder einer anderen beweiskräftigen Unterlage hinzuweisen.
Der private Leistungsempfänger muss die Rechnung oder vergleichbare Unterlagen mindestens zwei Jahre aufbewahren (§ 14 b Abs. 1 S. 5 UStG). Die Aufbewahrungsfrist für Unternehmer beträgt wie bisher 10 Jahre (§ 14 b Abs. 1 S. 4 Nr. 3 UStG).
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Welche Folgen ergeben sich aus der privaten Nutzung eines unternehmerischen Kfz?
Aus den Anschaffungskosten sowie aus den laufenden Kosten des betrieblichen Fahrzeuges kann der volle Vorsteuerabzug in Anspruch genommen werden. Eine etwaige Privatnutzung ist grundsätzlich zu versteuern.
Besteuert wird dabei der Teil der Fahrzeugkosten, der auf die private Nutzung entfällt. Das sind sämtliche anteilige Kosten, aus denen ein Vorsteuerabzug möglich war, z. B. Kosten für Kraftstoffe, Öl, Reparaturen und Wagenpflege. Zu den anzusetzenden Kosten zählen auch die Absetzungen für Abnutzung, wenn aus den Anschaffungskosten Vorsteuern abgezogen werden konnten. Nicht zur Bemessungsgrundlage gehören dagegen diejenigen Aufwendungen, für die ein Vorsteuerabzug nicht in Anspruch genommen werden konnte (z. B. Steuern und Versicherungen).
Zur Ermittlung des privaten Anteils der Fahrzeugnutzung empfiehlt es sich, ein Fahrtenbuch zu führen. Es kann aber auch eine sachgerechte Schätzung des Unternehmers anerkannt werden.
 
Wird das Fahrzeug zu mehr als 50% betrieblich genutzt, ist es aus Vereinfachungsgründen ferner möglich, den Privatanteil mit monatlich 1 % des Bruttolistenpreises anzusetzen. Hiervon kann für die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten ein pauschaler Abschlag von 20 v. H. vorgenommen werden. Der so ermittelte Betrag ist ein sog. Nettowert, auf den die Umsatzsteuer mit dem allgemeinen Steuersatz aufzuschlagen ist.
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Wie bekomme ich die Vorsteuerbeträge eines anderen EU-Staates vergütet?
Erstattungsfähig sind grundsätzlich Vorsteuern für die im betreffenden EU-Staat von einem anderen Unternehmen erbrachten Dienstleistungen oder gelieferten beweglichen Sachen.
Sie dürfen im gleichen Zeitraum in dem betreffenden EU-Staat keine Gegenstände geliefert oder Dienstleistungen erbracht haben mit Ausnahme von
Beförderungsumsätzen und den damit verbundenen Nebentätigkeiten, die gemäß Art. 14 Abs. 1 Buchstabe i), Art. 15 oder 16 Abs. 1 Teile B, C und D der 6. EG-Richtlinie 77/388/EWG steuerfrei sind oder
Dienstleistungen, bei denen die Steuer gemäß Art. 21 Nummer 1 Buchst. b) der 6. EG-Richtlinie lediglich vom Empfänger geschuldet wird.
Die 6. EG-Richtlinie 77/388/EWG wurde durch die Richtlinie 2006/112/EG „Mehrwertsteuersystemrichtlinie“ abgelöst. Die den hier genannten Regelungen der 6. EG-Richtlinie 77/388/EWG entsprechenden Vorschriften finden Sie in den Kapiteln 5 bis 8 des Titels IX und Kapitel 1 des Titels XI der Mehrwertsteuersystemrichtlinie.
Persönliche Voraussetzungen sind …
Ihr Unternehmen bzw. Sie als Unternehmer dürfen im betreffenden EU-Staat nicht ansässig sein, d. h. weder Wohnsitz noch Sitz der wirtschaftlichen Tätigkeit noch eine feste Niederlassung haben.
Antragstellung
Sie müssen einen Erstattungsantrag stellen. Erstattet wird die Umsatzsteuer nur hinsichtlich des Erwerbs von Gegenständen oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen, die innerhalb eines Zeitraums von mindestens drei Monaten oder höchstens einem Kalenderjahr in Rechnung gestellt worden sind.
Der Antrag muss nach einem Antragsmuster gestellt werden. Die Originale der Rechnungen oder der Einfuhrdokumente sind beizufügen. Der Antrag ist bei der zuständigen ausländischen Behörde einzureichen. Bei dieser können auch die Antragsmuster angefordert werden. (Es werden auch die deutschen Antragsvordrucke bearbeitet, allerdings u. U. mit Verzögerung.)
Dem Antrag ist auch eine Bescheinigung Ihres zuständigen Finanzamts beizufügen, dass Sie als Unternehmer registriert sind (Vordruck USt 1 TM).
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Welche Angaben müssen auf einer Rechnung stehen?
Diese Frage stellt sich sowohl dem Unternehmer, der seinen Kunden die von ihm erbrachten Lieferungen oder sonstigen Leistungen berechnet, als auch dem, der von anderen Unternehmern solche Leistungen für unternehmerische Zwecke empfangen hat und hierüber eine Rechnung erhält.
Zur Sicherung der Neutralität der Umsatzsteuer im Leistungsverkehr zwischen Unternehmern (einer abziehbaren Vorsteuer muss grundsätzlich eine angemeldete Umsatzsteuer gegenüberstehen!) und zur Vermeidung von Missbräuchen müssen Rechnungen die folgenden Angaben enthalten:
den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
das Ausstellungsdatum,
eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
den Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung oder der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts in den Fällen des § 14 Abs. 5 S. 1 UStG, sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist,
das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10 UStG) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist,
den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.
In einer Rechnung über Lieferungen oder sonstige Leistungen, die verschiedenen Steuersätzen unterliegen (7 oder 19 %), sind die (Netto-)Entgelte und die Steuerbeträge nach Steuersätzen zu trennen. Wird hierbei der Steuerbetrag durch Maschinen automatisch ermittelt und durch diese in der Rechnung angegeben, so ist der Ausweis des Steuerbetrags in einer Summe zulässig, wenn für die einzelnen Posten der Rechnung jeweils der Steuersatz angegeben wird.
Die oben genannten strengen (Mindest-)Inhalte einer Rechnung sind bei Rechnungen über Kleinbeträge, d. h. deren Gesamtbetrag (Bruttopreis!) 150 Euro nicht übersteigt, abgemildert.
Solche Rechnungen genügen für den Vorsteuerabzug des Leistungsempfängers, wenn sie mindestens folgende Angaben enthalten:
den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers,
das Ausstellungsdatum,
die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung,
das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe sowie den anzuwendenden Steuersatz oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.
Der Rechnungsempfänger bzw. der durch die Rechnung Belastete darf für den Vorsteuerabzug den Steuerbetrag auf der Grundlage des angegebenen Steuersatzes herausrechnen. Die Angabe des Steuersatzes steht mithin dem Ausweis eines Steuerbetrages gleich.
Es muss ein konkreter Steuersatz angegeben werden. Die Nennung lediglich eines Prozentsatzes reicht nicht aus, vielmehr ist der Zusatz "Umsatzsteuer", "USt", "Mehrwertsteuer" oder "MWSt" erforderlich, z. B. "inkl. 19 % USt" oder "Im Preis sind 19 % Umsatzsteuer enthalten".
Die Angabe "Gesetzliche USt enthalten" reicht nicht aus, da kein konkreter Steuersatz genannt ist!
 
Wichtig:
Kleinunternehmer, die die Regelung des § 19 UStG in Anspruch nehmen und deshalb an das Finanzamt keine Umsatzsteuer zahlen, dürfen in ihren Rechnungen – entgegen den vorstehenden Ausführungen – die Umsatzsteuer nicht gesondert ausweisen. Sie dürfen auch nicht auf Rechnungen bis zu einem Gesamtbetrag von 150,- Euro den Steuersatz angeben.
In beiden Fällen würde es sich hierbei um den unberechtigten Ausweis von Umsatzsteuer handeln, die vom (Klein-)Unternehmer an das Finanzamt abzuführen ist und vom Leistungsempfänger dennoch nicht als Vorsteuer abgezogen werden kann.
Eine weitere Sonderregelung gilt für land- und forstwirtschaftliche Unternehmen, die die Durchschnittssatzbesteuerung nach § 24 UStG anwenden. Diese müssen zusätzlich zu den eingangs erwähnten Angaben in der Rechnung noch den für den jeweiligen Umsatz maßgeblichen Durchschnittssatz angeben.
Die Ausführungen zu den notwendigen Inhalten einer Rechnung gelten auch für den Fall, dass mit Gutschriften abgerechnet wird (§ 14 Abs. 2 S. 3 UStG).
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Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) bei Umsätzen mit anderen EU-Mitgliedstaaten
Die Schaffung des Europäischen Binnenmarktes ab 1993 macht es notwendig, dass trotz des Wegfalls der Einfuhrumsatzbesteuerung zwischen den Mitgliedstaaten die zutreffende umsatzsteuerrechtliche Behandlung von grenzüberschreitenden Leistungen im Binnenmarkt sichergestellt ist. Unternehmer, die am innergemeinschaftlichen Handel teilnehmen, erhalten deshalb für umsatzsteuerliche Zwecke neben ihrer - vom zuständigen Finanzamt erteilten - Steuernummer eine eigene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
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Sollte ich bei einer Umsatzsteuer-Voranmeldung, die zu einer Erstattung führt, Belege beifügen?
Eine Umsatzsteuervoranmeldung steht einer Steuerfestsetzung unter Vorbehalt der Nachprüfung gleich. Führt die Steueranmeldung zu einer Erstattung, gilt dies jedoch erst, wenn das Finanzamt zustimmt.
Die Zustimmung zu Umsatzsteuer-Voranmeldungen wird erst erteilt werden, wenn die angemeldeten Beträge vom Finanzamt überprüft worden sind. Der Umfang der Überprüfung steht im pflichtgemäßen Ermessen des Sachbearbeiters. Sie können diese notwendige Prüfung erheblich beschleunigen und kommen damit früher in den Genuss der Erstattung, wenn Sie der Voranmeldung Erläuterungen beifügen, aus welchen Gründen sich die Umsatzsteuererstattung ergibt. Ergibt sich die Erstattung auf Grund hoher Vorsteuerbeträge (z. B. bei Neuanschaffung von Anlagegütern) ist es sinnvoll, die entsprechenden Rechnungen in Fotokopien der Voranmeldung beizufügen.
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Umsatzsteuer für Leistungen durch ausländische Unternehmer
Für im Ausland ansässige Unternehmer, die im Inland steuerpflichtige Werklieferungen oder sonstige Leistungen erbringen, ist der Leistungsempfänger Schuldner der Umsatzsteuer.
Ist es für den Leistungsempfänger nach den Umständen des Einzelfalls ungewiss, ob der leistende Unternehmer gegebenenfalls auch im Inland ansässig ist, schuldet er die Steuer nur dann nicht, wenn ihm der leistende Unternehmer durch eine Bescheinigung des für die Besteuerung seiner Umsätze im Inland zuständigen Finanzamts nachweist, dass er kein im Ausland ansässiger Unternehmer im Sinne des § 13b Abs. 4 UStG ist.
 
Die Bescheinigung hat der ausländische Unternehmer bei dem für ihn zuständigen Finanzamt formlos zu beantragen. Erforderlichenfalls hat er hierbei in geeigneter Weise darzulegen, dass er im Inland ansässig ist.
 
Vordruckmuster: USt 1 TS - Bescheinigung über die Ansässigkeit im Inland.
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Was versteht man unter der Kleinunternehmerregelung?
Ein Unternehmer braucht keine Umsatzsteuer zahlen, wenn sein Gesamtumsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. Der voraussichtliche Umsatz ist dabei auf einen Jahresumsatz umzurechnen. Nimmt der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres allerdings neu auf, dann kommt es darauf an, dass er nach den Verhältnissen des laufenden Kalenderjahres voraussichtlich die Grenze von 17.500 Euro nicht überschreitet. Im Fall der Nichterhebung der Umsatzsteuer können Sie keinen Vorsteuerabzug geltend machen und dürfen auch keine Rechnungen mit gesondertem Umsatzsteuerausweis ausstellen.
Sie können auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung allerdings durch Erklärung gegenüber dem Finanzamt verzichten, Sie optieren in einem solchen Fall zur Regelbesteuerung. Dies kann von Vorteil sein, wenn, gerade bei Unternehmensneugründungen, Vorsteuerüberschüsse zu erwarten sind. An die Option zur Regelbesteuerung sind Sie jedoch fünf Jahre gebunden.
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Wie lange dauert es, bis ich mit meinem Steuerbescheid rechnen kann?
Die Bearbeitung einer Einkommensteuererklärung dauert im Durchschnitt 4 bis 10 Wochen. Bei größeren und schwierigen Fällen oder in Zeiten, in denen besonders viele Leute ihre Erklärung abgeben, kann es jedoch auch länger dauern. Schneller geht es in der Regel, wenn die Steuererklärung elektronisch abgegeben wird, weil die Steuerverwaltung damit von der Eingabe der Daten entlastet wird.
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Was ist unter dem Begriff Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG) zu verstehen?
Der geltende Einkommensteuertarif, auf dem auch der Lohnsteuertarif aufbaut, beginnt mit einem Steuersatz von 15% (ab 2005, vorher 16%), wenn bestimmte Freibeträge überschritten sind. Danach steigt der Steuersatz stetig an, bis der Spitzensteuersatz von 42% (ab 2005, vorher 45 %) erreicht ist. Dieses stetige Ansteigen des Steuersatzes mit steigendem Einkommen wird Steuerprogression genannt.
Der sog. Progressionsvorbehalt bewirkt, dass bestimmte steuerfreie Leistungen (z. B. Krankengeld, Arbeitslosengeld) bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt werden. Der so ermittelte Steuersatz wird dann aber nur auf die steuerpflichtigen Einkünfte angewandt.
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Welche Anzeigepflichten sind bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer zu erfüllen?
Jeder der Erbschaft- und Schenkungsteuer unterliegende Erwerb ist vom Erwerber (bei Schenkungen auch vom Schenker) innerhalb von drei Monaten nach erlangter Kenntnis von dem Vermögensanfall dem für die Erbschaft- und Schenkungsteuer zuständigen Finanzamt anzuzeigen.
Einer Anzeige bedarf es jedoch nicht,
wenn der Erwerb auf einer von einem deutschen Gericht oder Notar eröffneten Verfügung von Todes wegen (Testament, Erbvertrag)
oder auf einer gerichtlich oder notariell beurkundeten Schenkung beruht.
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Damit auch sämtliche Bereiche abgedeckt werden und alles Wichtige für unsere Mandanten zur Ansprache kommt, sind wir sehr bemüht eine ständige Aktualisierung dieser Seite durchzuführen.
 
Vorab haben Sie schon mal die Möglichkeit alles fachlich Wichtige als PDF zu downloaden oder dann direkt mit uns in Kontakt zu treten.
Gemeinsam finden wir dann den individuell für Sie sichersten und erfolgreichsten Weg der Umsetzung.